Lange war es ziemlich still hier im Blog, aber jetzt wird es Zeit, mal wieder aktiver zu werden. Nach Umzug und neuem Job bin ich mit meinem Blog erstmal auf WordPress umgezogen, und nachdem ich mich nicht nur in meiner neuen Heimat Braunschweig, sondern auch im Job und im Leben eingerichtet habe, kann es endlich weitergehen. Wie ihr bemerken werdet, sind viele der älteren Artikel nicht mehr vollständig, da Bilder fehlen. Das hat mit der Umstellung des Osnabrücker Servers zu tun, die alten Bilder konnten nicht mit übernommen werden. Ich werde versuchen, sie nach und nach nachzuziehen, aber alles auf einmal wäre ein sehr ausgefülltes Wochenende und darauf habe ich momentan keine Lust 😉

Was findet Ihr ab sofort in diesem Blog?

  • Weiterhin natürlich Kurioses aus aller Welt (und vor allem aus meiner nächsten Umwelt)
  • Weiterhin Berichte über das Wiesel (bzw. Nochen Wiesel)
  • und als neuen Versuch starte ich mal den Versuch, meine momentanen literarischen Expeditionen in die unterschiedlichsten Bücher hier aufzugreifen. Und weil es für mich irgendwie immer wichtiger wird, wenn ich ein Buch in die Hand nehme und überlege es zu kaufen oder zu lesen, widme ich mich die Überlegungen in dieser Richtung den Themen „Erste Sätze“ und „Lieblingszitate“. Lasst Euch überraschen.
Advertisements

Wie in einem meiner letzen Blogbeiträge schon beschrieben, revolutioniert das Internet das Beziehungs-Leben (oder eher: das „Aus-Leben“ von Beziehungen?).

Wenn Facebook das vormacht, ist der  übliche Nachahmer StudiVZ/MeinVZ natürlich gezwungen, nachzuziehen. Also fand man auf der Startseite kürzlich folgende Meldung:

Startseite

Eure Profile können Händchen halten?!? Und war Herzblatt nicht diese schreckliche Sendung, in der ein Typ oder eine Frau drei potentielle Partner zur „Auswahl“ hatte und diesen Fragen stellen konnte… (mir wird jetzt noch übel, wenn ich an „Hier ist Dein Herzblatt“ denke…)

Aber zurück zum Thema: Was Facebook kann, können wir schon lange, haben sich wohl die Macher der VZ-Netzwerke gedacht und versucht, die Facebook-Funktion „besser“ nachzubauen. Das ging mal wieder – wie so oft daneben. Ich habe gleich mal getestet, was der Beziehungsstatus in VZ so kann.

Man kann zu verschiedenen Beziehungsstati ein Profil von einem anderen Nutzer verlinken – wie in Facebook auch. Solange der andere das nicht bestätigt, erscheint es logischerweise nicht im Profil – aber eine Bestätigungsmail oder eine Nachricht auf der Startseite erhält der- oder diejenige auch nicht. Erster großer Fehler.

Bearbeiten 1

Wenn der andere dann sein Profil bearbeitet, sieht er beim Beziehungsstatus auch nicht, dass es eine Anfrage gibt. Zweiter großer Fehler. Naja, man kann dann selbst händisch den Namen des Partners eintragen und dann erscheint er auch sogleich in beiden profilen. Positiv gedreht könnte man sagen, dass man so wenigstens noch miteinander reden muss, um zu klären, ob man zusammen ist – technisch gesehen ist das jedoch Schrott.

Schön ist auch, dass VZ durchaus mehr Beziehungsstati hat als Facebook, und dass dadurch auch die Auswahl größer ist – natürlich kann man nicht bei allem einen Namen angehen, „endlich wieder frei“ erhält kein „von“ als Zusatz, ebenso wie „geschieden“ frei bleibt von einem Outing als ehemals mit einem Depp verheiratete Person.

Aber: Man kann nach dem Eintragen durch beide Partner den Status lustig wechseln. Ist doch super, wenn man auf einmal verlobt oder verheiratet sein kann. Das ist noch besser als das Schlußmachen über Facebook – wozu einen Antrag machen, kostet alles nur Geld und Zeit und sowieso, da wird man sich doch nie einig.Und wenn ich keine Lust mehr hab, dann setz ich meinen Status eben auf geschieden.

Bearbeiten 2a

Am schönsten finde ich aber die Möglichkeit, seine Affären und offenen Beziehungen zu pflegen.Das sieht dann so aus:

Bearbeiten 3 a

Fällt was auf? Zum Beispiel, dass da nicht nur der Name steht, sondern auch ein großer Kasten drumherum ist? Wie schon gesagt: Man kann seine Affären und offenen Beziehungen pflegen – dazu kann man nämlich sein VZ-Profil mit bis zu 5 anderen Profilen verbinden, also bis zu 5 Personen angeben. Vielleicht entspricht das der heutigen Zeit, und vielleicht bin ich altmodisch. Vielleicht ist das alles wunderbar. Lebt Euch aus.

Wenn ein Spiel dafür bekannt ist, süchtig zu machen, ist das ganz sicher WoW, kurz für World of Warcraft. In der Vorstellung vieler Unwissender sitzen bei guter Hardware sabbernde Nerds 20 Stunden vor dem Rechner und laufen mit ihren WoW-Charakteren durch die Gegend, damit sie mehr Fähigkeiten bekommen und man noch länger und besser mit ihnen spielen kann. Soziales Leben gleich null, und dabei hat doch sicher alles mal ganz harmlos angefangen.

Dementsprechend dramatisch kann man den Abschied aus diesem Spiel gestalten, wie man bei Youtube auf der Suche nach „quit WoW“  zum Beispiel so zu sehen bekommt:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=l3ZAdtVLoig&feature=related%5D

Weniger dramatisch gestaltete sich heute mein Abschied aus der derzeitigen Lieblingsapplikation (auch cool „App“ genannt) vieler Facebook-Nutzer: Farmville.

Farmville ist eine „süße, kleine App“, in der man einen virtuellen Bauernhof beackert, Tiere aberntet und mit seinen Nachbarn Gegenstände tauscht, Deko auf seinem Hof verteilt, verschiedene Sachen anbauen kann. Je höher man in den Leveln steigt, desto mehr kann man machen, mehr Gegenstände benutzen, und so weiter.

In vielen anderen Blogs bereits aufgeführt, ist das eine Möglichkeit, Facebook zur Einnahmequelle zu machen und die Nutzer mehr und mehr an Farmville (und andere Spiele von Zynga) zu binden. Typische Charakteristika, die man eben auch von World of Warcraft kennt, auch wenn es ein platter Vergleich ist: Die Parallelen sind vorhanden.

  • Man bezahlt für etwas, was eigentlich gar nicht existiert, (virtuelle Gegenstände statt einem Spieleabo, was aber unter Umständen noch gefährlicher sein kann..da ist nach oben alles offen)
  • man spielt seine Farm nach oben
  • das Spiel macht nur Sinn, wenn man im Kontakt mit anderen Dinge tauscht und Bonuspunkte kassiert
  • einige Aufgaben kann man auch nur mithilfe der Nachbarn lösen
  • wenn man die wirklich coolen Items haben will muss man auf jeden Fall Geld investieren
  • Man „baut sich was auf“, was man dann pflegt – wie einen WoW-Charakter. Und an dem hängt man dann irgendwann. Manchmal zu sehr. Und man will sich um ihn kümmern. Kurz: Es macht süchtig, oder hat mindestens das Potential dazu.

Vielleicht ist es einfach ein einfaches WoW mit Tierchen. Und als Einstiegsdroge noch einfacher  zu vermarkten, weil der Nutzer auch mit weniger Geld einsteigen kann und nichtmal was auf dem Rechner installieren muss – die Hemmschwelle sinkt deutlich.

Und es boomt, wie man allein in Facebook sieht:

Farmville

Bis heute morgen hatte ich auch noch eine Farm, weil ichs ab und an ganz lustig fand, ein paar Tiere abzuernten oder was anzubauen. Aber: Ich war es leid, immer dran denken zu müssen. Es kostet einfach zuviel Zeit, die ich nicht habe oder besser gesagt: Die ich besser in andere Dinge investieren kann. Daher habe ich die heute morgen noch so aussehende Farm durch einen Klick auf  „Anwendung blockieren“ aus meinem Leben verbannt.

Farmville2

Es war undramatisch. Ich habe nicht meinen Rechner aus dem Fenster geworfen, ich habe nicht geschrieen, geweint oder dramatische Musik gespielt. Mir fehlt auch nichts. Und ich bin froh, dass ich raus bin, bevor ich bei so einem Zustand ankomme.

Früher war alles besser, sagte meine Oma immer. Eltern sagen das auch, wir werden das auch irgendwann sagen. Vor allem war früher mal alles anders. Das  liegt natürlich daran, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und sich nur schwer umgewöhnt. Vielleicht ist unsere Generation auch ein bisschen auf der Hut und versucht, Dinge zwischen früher und heute differenzierter zu betrachten. Ich bezweifle, dass das oft gelingt und dass man nicht doch ab und an über die Vorteile der Vergangenheit nachdenkt – und dabei vergisst, dass es auch eine Menge Dinge gibt, die früher richtig Mist waren.

Mindestens kann man behaupten, dass viele Dinge einfacher geworden sind. Zugang zu Informationen zu erhalten ist via Internet und allen Möglichkeiten, dieses zu benutzen, eigentlich ein Kinderspiel – wenn man denn weiß, wo und wie man welche Informationen findet. Ähnlich ist es mit sozialen Netzwerken. Man kann sehr einfach Kontakt zu Leuten aus seiner Vergangenheit und Gegenwart halten – man muss nur quasi überall registriert sein. Facebook, MeinVZ, Twitter, mySpace, diverse Foren, und so weiter und so weiter.
Gut, dann hat man sich mal überall registriert, hat ein Profil – und dann muss man überall dieselben Informationen neu einarbeiten. Lieblingsbücher, Lieblingszitat, und alles, von dem man sich nie vorstellen konnte, dass es überhaupt wen interessiert.

Und es war noch nie so einfach, Kontakt zu Leuten aus seiner Region aus aller Welt zu bekommen. Profil ansehen, anschreiben, fertig. Naja, vielleicht treffen, vielleicht auch nur Online-Kontakt – alles geht, nichts muss. Allerdings spielt gerade in dieser Hinsicht eine Profilangabe eine große Rolle:  Der sogenannte Beziehungsstatus. Der ist auch in jedem Netzwerk mit unterschiedlichen Begriffen versehen und auszuwählen, mit Klassikern wie vergeben, verliebt, solo, aber auch mit „weiß nicht genau“ oder „offene Beziehung“ (was einige dann doch recht vielversprechend finden werden).

Facebook revolutioniert mit seinem letzten Update in dieser Hinsicht den Umgang mit Beziehungsproblemen. Wenn man selbst dort registriert ist und der Partner auch, dann kann man nicht nur angeben, dass man eine Beziehung hat, sondern auch mit wem. So ist für jeden auf einen Blick sichtbar „Guckt her, das ist MEINS“ (soweit find ich das ja auch prima. Muss ich wenigstens nicht mehr sagen, mit wem ich zusammen bin, kann doch jeder sehen, wer nicht online ist ist doch eh out, mit denen will ich doch garnichts zu tun haben.. ).
Und was früher das doch noch umständliche „Schlussmachen per SMS“ war, wird jetzt von 140 Zeichen auf einen Klick reduziert. Noch nie war Beziehungführen (oder besser: Nicht mehr führen) so einfach wie heute – dank Facebook. Und das ist doch prima.

Facebook3

Statt Desinfektionsmittel zu kaufen kann man endlich mal richtig was tun.

Dr. House ist ein abgedrehter, tablettensüchtiger Misanthrop. Vor einigen Wochen – derzeit läuft die aktuelle Staffel – kam eine Folge, die sehr „anders“ war. Werden doch immer wieder Fälle gezeigt, die normalerweise ungewöhnlichste medizinische Probleme mit niemals zu erratenden Lösungen beinhalten, ging es in dieser Folge im das Locked-In-Syndrom, bei dem ein Patient sich bei vollem Bewußtsein nicht durch Sprache oder Bewegung bemerkbar machen kann – und darum für komatös gehalten wird. Wechselnd aus der Perspektive von House und des Patienten erzählt war diese Folge an sich schon ein wenig, ja, man könnte fast sagen aufwühlend.

Wenn man merkt, dass sowas „direkt nebenan“ passiert, macht es einem tatsächlich ein wenig Angst.

Deppenleerzeichen (auch: Deppen Leer Zeichen) gibt es überall. Ein besonders schönes hat sich heute Saturn geleistet. Wohl in Anlehnung an das gute alte „sternhagelvoll“ meinten sie ihre Sachen als wieder mal besonders günstig (um nicht zu sagen billig) anbieten zu müssen. Herausgekommen ist dabei folgender mehr als schlechter Witz:

sternhagel

Ist doch großartig. Wenn mir schon sonst keiner die Sterne vom Himmel holt, dann kauf ich mir eben einen total günstigen Sternhagel und freu mich drüber, wie er für mich vor sich hinfunkelt.

Alice Cooper macht es übrigens nicht besser. Im Ganzen zu sehen gibts die Werbung unter diesem Link .

Nein, ich bin nicht in eine tiefe Herbstdepression gefallen und bin nicht überfahren oder von Außerirdischen entführt worden.

Dass meine Blogeinträge in der letzten Zeit mehr als rar geworden sind liegt vor allem daran, dass sich derzeit in meinem Leben sehr viel tut und ich demnächst in einer ganz anderen Stadt und einem ganz anderen Job sein werde. Auf beides freu ich mich, aber natürlich bedeutet Umziehen und Dinge regeln auch gleichzeitig wieder eine ganze Menge Arbeit, die wiederum eine ganze Menge Zeit schluckt.

Ich bin also nicht aus der Welt, sondern ganz im Gegenteil mittendrin, und demnächst gibt es auch wieder mehr Beiträge von mir und natürlich auch von Nochen. Der feiert am kommenden Freitag eine coole Party mit mir und vielen meiner Freunde. Und davon gibt es ganz sicher etwas zu berichten!

… die hat mir heute diese grandiose E-Mail beschert:

preisgarantie.JPG

Aber wenn man dran denkt, dass Kleinvieh auch Mist macht – freu ich mich doch einfach.

Ja, warum nicht mal Sachen kreativ verschicken. Als ich neulich nach Hause kam, dachte ich, dass jemand seinen Müll bei mir vor der Tür hat stehen lassen. Aber nein, es war das Päckchen, auf das ich gewartet habe.

verpacxkung3.jpg

verpackung-3_2.jpg

Immerhin – und das ist auch wohl das einzig Positive- war der Inhalt gut gegen Regen geschützt.